Fantaisie
für Horn und Klavier
Die vorliegende Fantaisie et
variations sur l'air de la Molinara - nel cor piu non mi sento : pour
cor et pianoforte / par Buziau et A. de Garaude erschien im
Eigenverlag von Garaudé. Dieser wird noch als … A. de Garaude membre de
l'Ecole royale de musique et de la chapelle du Roi … auf dem Druck
vermerkt.
Alexis de Garaudé , (oder Adolphe de, wie Choron und Fayolle irrtümlich
schreiben), * 21. März (nach Choron und Fayolle Febr.) 1779 in Nancy, †
23. März 1852 in Paris;
Alexis de Garaudé gehörte durch seinen Vater, der Parlamentsrat in Nancy
war, dem Amtsadel an. Er studierte Musik zuerst nur nebenbei zur
Vervollständigung seiner Bildung, wurde jedoch durch die Revolution
ruiniert und ging zur Musik über, um seinen Lebensunterhalt zu
verdienen. Kurze Zeit später ging er nach Paris und nahm sein
Musikstudium ernsthaft wieder auf. Er war Schüler von Cambini und später
von Reicha (Harmonielehre und Komposition.) sowie von Crescentini und
Garat (Gesang). 1808 trat er als Sänger in die kais. (nach der
Restauration kgl.) Kapelle ein, verlor diesen Posten aber bei deren
Auflösung nach der Revolution von 1830. 1816 war er zum Lehrer für
Vocalisation und Solfège am Conservatoire ernannt worden. Er war ein
ausgezeichneter Lehrer. Er blieb bis zu seiner Pensionierung 1841 am
Conservatoire. In der Zwischenzeit rückte er zum o. Prof. einer
Gesangs-Klasse (1835), zum Mitgl. des Comité d'enseignement (1837-1839)
und zum Ritter der Ehrenlegion auf, eine Auszeichnung, die den Künstlern
der damaligen Zeit nur selten zuteil wurde.
Alexis de Garaudé war einer der bedeutendsten Vertreter der frz.
Romanze; er wollte, wie er schreibt, daß »les accompagnements (seiner
Romanzen) sont plus riches d'harmonie que ne l'est ordinairement ce
genre de composition«. Außerdem war er ein berühmter Gesang-Lehrer und
unerreichter Meister des Solfèges. Das geht schon daraus hervor, daß
seine Solfèges noch heute im frz. Unterricht benutzt und neugedruckt
werden. Neben seiner eigentlichen musikalischen Tätigkeit leitete er mit
Geschick einen Musikverlag und versuchte sich als Schriftsteller und
Musikkritiker. Er ist auch Verfasser der Texte von einigen seiner
Romanzen. Seine einzige Oper La lyre enchantée wurde zweifellos nie
aufgeführt, aber sie wurde von den Sängern Nourrit, Mme Albert und Mlle
Grassari gesungen.
Für die vorliegende Fantaisie zog Garaudé sicher beratend den Hornisten
Buziau hinzu oder dieser wendete sich zur Ausarbeitung eines Solowerkes
an Garaudé. Leider war es dem Herausgeber nicht möglich, weitere
biographische Fakten zu Buziau aufzufinden.
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| Ausgabe als |
Art.-Nr. |
ISMN-Nummer |
Preis |
| Klavier +
Horn |
ROM 196 |
ISMN M-50154-117-1 |
17,00 € |