Friedrich Witt |
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Friedrich Witt ( 1770 - 1836)Concerto in E für Horn und OrchesterErstedition Friedrich Witt wurde am 8.November 1770 in Niederstetten geboren. Mit etwa 17 Jahren kam er an den Hof von Oettingen-Wallerstein um dort seine musikalische Bildung zu vervollkommnen. Er war wahrscheinlich ein Schüler von Antonio Rosetti (1750 1792). Im Wallersteiner Archiv findet sich danach ein Anstellungsdekret Friedrich Witts vom 21. Januar 1790, das besagt, daß Witt aus Mergentheim (!) seit dem 1. Oktober mit einem Jahresgehalt von 300 Gulden beim Hoforchester angestellt sei. In diesem Orchester wirkte er als Cellist. Der Fürst gewährte Witt mehrfach Urlaub für Konzertreisen. Einige dieser Reisen unternahm er ebenfalls in Wallerstein engagierten Klarinettisten Joseph Beer (1770 - 1819), so etwa nach Potsdam, Ludwigslust und Wien. Wahrscheinlich hielt sich Witt ab 1796 für eine längere Zeit in Wien auf. 1802 wurde dann Witt vom Würzburger Bischof zum Hofkapellmeister berufen. Dieses Amt hatte er bis zur Auflösung der Hofmusik 1814. Zusätzlich war er ab 1804 im neu gegründeten Würzburger Stadttheater Musikdirektor. Hochgeehrt starb er am 3.Januar 1836 in Würzburg. Das Hornkonzert E-Dur wurde laut dem autographen Titelblatt im Juli 1795 geschrieben. Der Vermerk fait pour Msr. Nagel gibt Joseph Nagel als Empfänger dieser Komposition an. Dieser war als 1.Hornist am Hofe zu Oettingen-Wallerstein angestellt und hatte schon in den Jahren davor sein Können bei Kompositionen von Rosetti u.a. unter Beweis gestellt. Sicher bat er seinen Orchesterkollegen Witt um dieses Konzert. Im formalen Aufbau ähnelt es den Werken Rosettis, es gibt den üblichen Romance -Mittelteil, der Schlusssatz ist allerdings im 2/4 und nicht im 6/8 Rhythmus. Auch gibt es die für dieses Hoforchester so typische 2.Viola in diesem Konzert. Für den Hornisten stellt dieses Konzert mit Blick auf die Tonhöhe eine echte Herausforderung dar, steht aber damit nicht allein in seiner Zeit. Ähnlich hoch schrieben auch Sperger, Fiala, Reicha, Teyber und andere Komponisten. Mit dieser Komposition soll ein weiteres Werk für Horn des Wallersteiner Hofes den Hornisten wieder zugänglich gemacht werden. Als Vorlage diente die autographe Partitur (Sign. HR III 4 ½ 4°281) sowie als Sekundärquelle die Stimmenabschrift mit gleicher Signatur die heute in der Augsburger Universitätsbibliothek aufbewahrt wird.
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| Update: 18. Dezember 2008 | Fragen und Kommentare an
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