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Reihe Deutsche Naturhornsolisten
24 Trios für drei Hörner op.82
Zum
Leben Anton Reichas hier
einige Informationen.
Seine 24 Trios für drei Hörner op.82 erschienen
1815 in vier Heften (Livraison) zu je 6 Trios beim Verlag Pleyel/Schlesinger
(Plattennummer 1663 – 1666) in Paris. Sicher wurde er zu dieser Komposition
durch den Hornisten Louis François Dauprat (1781 -1868) animiert und dieser
scheint auch wertvolle Hilfe bei der technischen Umsetzung für Naturhorn
geleistet zu haben. Horntrios waren für Reicha keineswegs unbekannte
Kompositionen. Am Hofe von Wallerstein sind z.B. 43 Trios des Hornisten
Zwierzina (ROM 100) erhalten geblieben, welche sicher auch zur Zeit Reichas
musiziert worden sind. 1797 kamen in Paris 24 Trios des Hornisten Joseph Kenn im
Druck heraus. 1808 wurde diese Sammlung, auf 36 Trios erweitert von Kenns
Schüler, Louis François Dauprat, noch einmal herausgegeben (neu editiert unter
ROM 88). In dieser Fassung finden sich Effekte, wie etwa künstlich erhöhte Töne
im dritten Horn, welche offen geblasen werden (ouvert). Die gleichen Effekte
finden sich ebenso im dritten Horn in Anton Reichas op.82, den vorliegenden
Horntrios. Diese Trios zeigen eindrucksvoll den Stand der virtuosen Beherrschung
des Naturhorns in Paris am Anfang des 19.Jahrhunderts.
Die vorliegende Ausgabe wurde von den Deutschen Naturhornsolisten durch Herrn
Wilhelm Bruns betreut. Sie war Vorlage für die Ersteinspielung aller 24 Trios
auf Naturhörnern im Jahr 1999. Erschienen ist diese meisterhafte Aufnahme auf CD
bei
Dabringhaus und Grimm unter der Nummer MDG 605 0864-2.
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Hier Seiten der Partitur als Adobe
Acrobat pdf-file |
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| Ausgabe als |
Art.-Nr. |
ISMN-Nummer |
Preis |
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Partitur + Stimmen |
ROM 124 |
ISMN M-50154-009-9 |
36,50 € |
Bearbeitung durch Louis
François Dauprat (1781 - 1868)
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Der Hornist Dauprat
bearbeitete diese Trios für 3 Hörner. Als Hornist der Reichaischen
Bläserquintette und Kollege im Conservatoire hatte Dauprat engen Kontakt zu
Reicha. Sein Anliegen bei der Bearbeitung war, das originale Cello dieser
Trios für Naturhorn einzurichten. Häufig benutzte er dazu unterschiedliche
Stimmungen des 3.Horns zu den 1. und 2.Horn und verlagerte einige Male
thematische Absätze vom 2. in das 3. Horn und umgekehrt.. Wie eng der
Kontakt war, notiert Dauprat in der Druckausgabe, welche im Pariser
Verlag Schlesinger (Plattennummer 1561/62) gedruckt wurden, in
Absprache mit Reicha wurde die Nr.4 der originalen Trios durch eine
Komposition Dauprat ersetzt. Der Grund mag vielleicht in der
Undurchführbarkeit einer Bearbeitung für Naturhorn gelegen haben. Dauprats
Komposition ist eine Variation auf ein Thema von Joseph Haydn für 3 Hörner,
unserer heutigen Nationalhymne. |
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| Ausgabe als |
Art.-Nr. |
ISMN-Nummer |
Preis |
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Partitur + Stimmen |
ROM 132 |
ISMN M-50154-023-5 |
25,00 € |
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Natürlich gibt es auch die originale Ausgabe
Reichas für 2 Hörner und Violoncello, welche mit der Plattennummer 1378/79 im
Verlag Pleyel in Paris um 1825 erschienen ist. So ungewöhnlich die Besetzung
zunächst erscheint, gab es doch auch schon vor Reicha Versuche mit dieser
Besetzung, so etwa Kompositionen der Hornvirtuosen Gebrüder Boeck.
Reicha mag daran gereizt haben, das
tonal scheinbar beschränkte tiefe Naturhorn durch ein flexibleres Instrument zu
ersetzten. Das dies natürlich den Ergeiz des Hornisten Dauprat forderte, sieht
man an der oben erwähnten Bearbeitung.
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| Ausgabe als |
Art.-Nr. |
ISMN-Nummer |
Preis |
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Partitur + Stimmen |
ROM 133 |
ISMN M-50154-024-2 |
25,00 € |
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